Zur

Hydrologie
des Süßwasser-Aquariums

                                                    


Aquaristik:  Die Grundlagen verstehen

OPTIMIERUNGEN

d. Dünger II
Spurenelemente
Mineralisierung


Unvollständig und wenig wirksam bleiben alle NPK-Dünger, wenn sie nicht ergänzt werden durch die
Spuren-Ionen
die wegen ihrer Vielzahl und geringen Konzentration ohne genauere Messung und spezifische Dosierung zugegeben werden müssen. In praxi ist aber eine Überdosierung nicht zu erwarten, sondern eher ein Mangel. Für die Auswahl entsprechender Düngemittel ist von besonderer Bedeutung der 

Umfang der enthaltenen Stoffe

Diese beidenProdukte zeigen eine Vielfalt der Spurenelemente,
umfangreichere scheinen nicht verfügbar:

     https://hw-wiegandt.de/Kategorie/suesswasser-produkte/          

Mikro-Düngung ist eine Breitband-Anwendung, wichtig ist ein möglichst umfassendes Spektrum an Mineralien!

Es kann nicht genügend betont werden, dass alle Lebewesen der Spurenelemente bedürfen, also auch die Fische versorgt werden müssen, wohingegen die obigen Makro-Dünger NPK die Basis des Pflanzen-Wachstums bilden.
Für den Menschen sind Art und Umfang recht gut erforscht,

 

für die Fische im Aquarium hilft nur ein "Blindflug".

wobei sich bewährt hat hw Tracevit,
verstärkt mit Mangan- und Eisenchelaten
zu
OpTeMa-Mikro-D1

Als Ergebnis erhält man dann diese beiden
Mineral-Ergänzungen
(nach ewg)




OpTeMaMakro-D2







  H2O





580






[ml]



bei Dosierung:




10,0




[ml/100ltr]
KOH 4,5%
420[ml]
NO3- 10,16 
[mg/l]
KH2PO415[gr]
PO4--1,04
[mg/l]
Mg(NO3)2
210[gr]

Mg++1,99
[mg/l]




K+
1,76
[mg/l]

Dosiert
wird so, dass der NPK-Bedarf (s.o) erreicht wird.

              
       


OpTeMa
Mikro-D1





auf hW-TraceVit
 



1,0




 [ltr]






bei Dosierung:




10,0



  [ml/100ltr]
Fe-Chelat 13% 8,0
[gr]
Fe++ 0,13[mg/l]
Mn-Chelat 8%5,0
[ml]
Mn++ 0,07[mg/l]





Dosiert
wird so, das eine Fe-Konzentration von 0,13 [ml/l] erreicht wird.



Anmerkung: 
1. Gegenüber dem ersten Makro-D wurde KNO3 durch KOH ersetzt, um eine Kalium-Unterdosierung zu vermeiden.
2. Auf eine zweifelsfrei sinnvolle Urea-Verwendung wurde wegen der möglichen Komplikationen (Mikrobiom, Säuregrad - s.o.) verzichtet.
3. Eine Zusammenfassung von Mikro- und Makro-Dünger zu einem Gesamt-Dünger (= Voll-Plus-Dünger) schränkt die Anpassungsmöglichkeiten erheblich ein.




Die ideale Stickstoff-Phosphor-Relation ist, wie beschrieben,

NO3 : PO4 = 10,0
PO4 : NO3 =  0,1

Ist die PO4-Konzentration zu hoch, kann in obigem Makro-D2 das Kalium-Phosphat K2PO4 zunächst entfallen:




OpTeMaMakro-D3







  H2O





580






[ml]



bei Dosierung:




10,0




[ml/100ltr]
KOH 4,5%
420[ml]
NO3- 10,16 
[mg/l]







Mg(NO3)2
210[gr]

Mg++1,99
[mg/l]




K+
1,33
[mg/l]

Dosiert
wird so, dass der NPK-Bedarf (s.o) erreicht wird -
solange die Phophor-Überkonzentration besteht

              
       


OpTeMa
Mikro-D1





auf hW-TraceVit
 



1,0




 [ltr]






bei Dosierung:




10,0



  [ml/100ltr]
Fe-Chelat 13% 8,0
[gr]
Fe++ 0,13[mg/l]
Mn-Chelat 8%5,0
[ml]
Mn++ 0,07[mg/l]





Dosiert
wird so, das eine Fe-Konzentration von 0,13 [ml/l] erreicht wird.


Die Mikro-Düngung bleibt davon natürlich unberührt.

Beachte:    

Aus den Makro-Nährstoffen (N, P, K) plus C bilden die Pflanzen ihre Körpermasse, für die meisten Tiere sind sie eine Wasserverschmutzung.
Die Mikro-Nährstoffe ("Spuren-Elemente") aber sind essentiell für alle Lebewesen und müssen unabhängig von den Makro-Nährstoffen vorhanden sein.

Alle Lebewesen bedürfen des Spurendüngers,
Pflanzen bedürfen zudem des Volldüngers ("Pflanzenfutter")



1. Im Fisch-Aquarium sind die Makro-Nährstoffe durch das Fischfutter, ob verdaut oder nicht, oft ausreichend vorhanden.
2. Ein NPK- oder Volldünger braucht deshalb nicht "blind" nach Vorgabe gegeben werden, sondern nach Bedarf.
3. Der sinnvolle Einsatz folgt der CO2-Konzentration, schnell errechnet aus pH und KH (s.o.).
4. Ein sinnvoller Anhaltspunkt ist die regelmäßig bekannte NO3-Konzentration.
5. Da die Spuren-Elemente nicht leicht zu ermitteln sind, müssen und können sie "blind", also periodisch oder kontinuierlich nach Volumen,
    eingesetzt werden. Eine Kombination mit bedarfsgerecht eingesetztem NPK-Dünger könnte zur Unterversorgung führen.


Leitungswasser darf enthalten
bis zu 50 [mg/l] NO3
  und 0,5 [mg/l] NO2
!
Ich wiederhole:
Für Fische gelten NO2-Konzentrationen von
NO2 < 0,1 [mg/l]          :  unbedenklich
NO2 = 0,1 - 0,3 [mg/l]  :  kritisch
NO2 > 0,3 [mg/l]          :  giftig          

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Neumünster, 13.05.2026      *      Egbert W Gerlich     *     ewg@ew-gerlich.de