Zur

Hydrologie
des Süßwasser-Aquariums

                                                    


Aquaristik:  Die Grundlagen verstehen

OPTIMIERUNGEN

d. Dünger I
Nährstoffe
NPK-Plus-Dünger


Die Mineralien, aus denen Pflanzen ihre Masse aufbauen, sind im Wesentlichen Kohlenstoff C, Stickstoff N, Phosphor P und Kalium K. Für die Vorgänge zwischen und in den Zellen muss zudem eine Vielzahl weiterer Elemente in geringen Mengen ("Spurenelemente") zur Verfügung stehen.

Wasserpflanzen beziehen ihre Nährstoffe vorwiegend aus
Kohlendioxid CO2
Ammonium NH4+ und Nitraten NO3-
Phosphaten PO4---
Kaliumsalzen K(X)

Sie stehen in festen Relationen zueinander, der Leit-Parameter ist CO2, dessen Konzentration bestimmt werden kann aus pH und KH. Die Zugabe der notwendigen Pflanzen-Nährstoffe nennt man

Düngen
Zu unterscheiden sind drei Ebenen:
1. CO2-Düngung
2. Makro-Düngung
3. Mikro-Düngung

Dünger
Dünger = Pflanzenfutter


Getrennt von der CO2-Düngung ist zu unterscheiden in
Makro-Nährstoffe           und           Mikro-Nährstoffe
         Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K                                  in großem Umfang, aber äußerst geringen Mengrn

Wir sind ihnen schon begegnet bei
Neben-Ionen                           und                        Spuren-Ionen

          https://hw-wiegandt.de/Kategorie/suesswasser-produkte/

Als Dünger wird das Haupt-Ion Kalium noch extra behandelt.

Nicht vergessen:  Für alle in ihrer Gesamtheit gilt                                   das SPRENGEL'sche Minimum-Gesetz

https://de.wikipedia.org/wiki/Minimumgesetz           
               
         
Da die Relationen der Makro-Nährstoffe bekannt sind, können Maximal-Konzentrationen errechnet werden sowie die maximal erzielbare Pflanzenmasse mit dem

OpTeMa-Dünger-Rechner

der Bedarf für maximalen Pflanzenwuchs ergibt sich aus pH- und KH-Werten und kann einfach berechnet werden:

    

Je nach Zielsetzung kann zum Primär-Parameter pH der Sekundär-Parameter variiert werden.


Diesen Bedarfsrechner stelle ich jedem Interessenten gerne zur Verfügung.        
Volldünger enthalten Stickstoff N, Phosphor P und Kalium K und werden bezeichnet als
NPK-Dünger
Plus-Düngern sind weitere (Spuren-)Elemente zugesetzt (Mg, Fe, Mn), es sind
NPK-Plus-Dünger

Für Wasserpflanzen können Volldünger schnell erstellt werden aus Kaliumnitrat und Kaliumphosphat (K3PO4 bzw K2HPO4 bzw KH2PO4)
KNO3 + K3PO4      >      PO4- + NO3- + 4*K+

Soll der Kalium-Anteil reduziert werden, kann Urea eingesetzt werden und/oder  - um Magnesium zuzuführen - Magnesiumnitrat
KNO3 + K3PO4 + CH4N2O     >      PO4--- + 2*NO3- + 4*K+ u.a.
KNO3 + K3PO4 + CH4N2O + Mg(NO3)2      >      PO4--- + 4*NO3- +K+ + Mg++ u.a.            

Von den zur Verfügung stehenden Salzen ergeben
jeweils 100 [mg/l] diese Ionenmassen:


[ mg/l ]
PO4---
NO3-
K+
Mg++
KNO3

60,79
39,21

KH2PO4
69,33

29,19

CH4N2O

221,20


Mg(NO3)2

48,36

9,48

Zur Vervollständigung:
Natürlich können auch andere Nitrate und Phosphate eingesetzt werden -
allerdings mit nicht passenden Kationen, die als Verschmutzung erhalten bleiben!

Mit dem OpTeMa-Struktur-Rechner

können weitere Rezepturen leicht bestimmt werden. (auch der Pflanzendünger in Tipps14 wurde damit erstellt)

  Wasserpflanzen-Volldünger
können so aussehen, da
 

NO3- : PO4-- = 10:1

[ mg/l ]
NPK 1
NPK 2
NPK-Plus 1
NPK-Plus 2
KNO3
160
100
55
43
KH2PO4
14
15
15
14,5
CH4N2O

20

18
Mg(NO3)2


145
71

wobei sich eine Kalium-Überdosierung kaum vermeiden lässt.
 Soll  - Ist
   K+ : NO3  
 0,17 - 0,69    0,17 - 0,41 
0,17 -  0,25 0,17 - 0,21   
 K+ : PO4--
 2,0 - 6,9
2,0  - 4,2
2,0  - 2,5
2,0 -  2,1

NPK 1         : Sehr hoher Kalium-Überschuss
NPK 2         : Der Urea-Einsatz verlangt hinlängliche bio-chemische Filterung
NPK-Plus 1 : Durch Mg(NO3)2 wird einem Magnesium-Mangel vorgebeugt
NPK-Plus 2 : Die Kombination aller liegt nah am Pflanzenbedarf. Dem häufig
                      kolportierten Mangel gerade an K+ und Mg++ wird entgegengewirkt

Anmerkung:
Eine Rezeptur mit Urea CH4N2O ist vorteilhaft, wenn das anaerobe Mikrobiom intakt ist, denn Urea CH4N2O wird  dann zu Ammonium NH+ abgebaut, das von Pflanzen noch leichter aufgenommen wird. Allerdingst wandelt sich in alkalischem Wasser Ammonium NH4+ um zu Ammoniak NH3!

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Neumünster, 13.05.2026      *      Egbert W Gerlich     *     ewg@ew-gerlich.de