Aquaristik:
Die Grundlagen verstehen
OPTIMIERUNGEN d. Dünger I Nährstoffe NPK-Plus-Dünger Spurenelemente Die
Mineralien, aus denen Pflanzen ihre Masse aufbauen, sind im
Wesentlichen Kohlenstoff C, Stickstoff N, Phosphor P und Kalium K. Für
die Vorgänge zwischen und in den Zellen muss zudem eine Vielzahl
weiterer Elemente in geringen Mengen ("Spurenelemente") zur Verfügung
stehen. Makro-Nährstoffe und Mikro-NährstoffeWasserpflanzen beziehen ihre Nährstoffe vorwiegend aus Kohlendioxyd CO2
Sie stehen in festen Relationen zueinander, der Leit-Parameter ist CO2, dessen Konzentration bestimmt werden kann aus pH und KH. Die Zugabe der notwendigen Pflanzen-Nährstoffe nennt manAmmonium NH4+ und Nitraten NO3- Phosphaten PO4--- Kaliumsalzen K(X) Düngen
Zu unterscheiden sind drei Ebenen:
1. CO2-Düngung
2. Makro-Düngung 3. Mikro-Düngung ![]() Dünger Dünger = Pflanzenfutter Getrennt von der CO2-Düngung ist zu unterscheiden in Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K in großem Umfang, aber äußerst geringen Mengrn Wir sind ihnen schon begegnet bei Neben-Ionen und Spuren-Ionen ![]() Als Dünger wird das Haupt-Ion Kalium noch extra behandelt. Da
die Relationen der Makro-Nährstoffe bekannt sind, können
Maximal-Konzentrationen errechnet werden sowie die maximal erzielbare
Pflanzenmasse mit dem
OpTeMa-Dünger-Rechnerder Bedarf für maximalen Pflanzenwuchs ergibt sich aus pH- und KH-Werten und kann einfach berechnet werden: ![]() Je nach Zielsetzung kann zum Primär-Parameter pH der Sekundär-Parameter variiert werden. Diesen Bedarfsrechner stelle ich jedem Interessenten gerne zur Verfügung. ![]() Volldünger enthalten Stickstoff N, Phosphor P und Kalium K und werden bezeichnet als NPK-Dünger Plus-Düngern sind weitere (Spuren-)Elemente zugesetzt (Mg, Fe, Mn), es sind NPK-Plus-Dünger Für Wasserpflanzen können Volldünger schnell erstellt werden aus Kaliumnitrat und Kaliumphosphat (K3PO4 bzw K2HPO4 bzw KH2PO4)
KNO3 + K3PO4 > PO4- + NO3- + 4*K+ Soll der Kalium-Anteil reduziert werden, kann Urea eingesetzt werden und/oder - um Magnesium zuzuführen - Magnesiumnitrat
KNO3 + K3PO4 + CH4N2O > PO4--- + 2*NO3- + 4*K+ u.a.KNO3 + K3PO4 + CH4N2O + Mg(NO3)2 > PO4--- + 4*NO3- +K+ + Mg++ u.a. Von den zur Verfügung stehenden Salzen ergeben jeweils 100 [mg/l] diese Ionenmassen:
Zur Vervollständigung:
Natürlich können auch andere Nitrate und Phosphate eingesetzt werden -
allerdings mit nicht passenden Kationen, die als Verschmutzung erhalten bleiben! Mit dem OpTeMa-Struktur-Rechner können weitere Rezepturen leicht bestimmt werden. (auch der Pflanzendünger in Tipps14 wurde damit erstellt) Wasserpflanzen-Volldünger können so aussehen, da NO3- : PO4-- = 10:1
wobei sich eine Kalium-Überdosierung kaum vermeiden lässt. Soll - Ist
NPK 1 : Sehr hoher Kalium-Überschuss
NPK 2 : Der Urea-Einsatz verlangt hinlängliche bio-chemische Filterung NPK-Plus 1 : Durch Mg(NO3)2 wird einem Magnesium-Mangel vorgebeugt NPK-Plus 2 : Die Kombination aller liegt nah am Pflanzenbedarf. Dem häufig kolportierten Mangel gerade an K+ und Mg++ wird entgegengewirkt ![]() Unvollständig und wenig wirksam bleiben alle NPK-Dünger, wenn sie nicht ergänzt werden durch die Spuren-Ionen die
wegen ihrer Vielzahl und geringen Konzentration ohne genauere Messung
und spezifische Dosierung zugegeben werden müssen. In praxi ist aber
eine Überdosierung nicht zu erwarten, sondern eher ein Mangel. Für die
Auswahl entsprechender Düngemittel ist von besonderer Bedeutung
der Umfang der enthaltenen Stoffe Diese beidenProdukte zeigen eine Vielfalt der Spurenelemente, umfangreichere scheinen nicht verfügbar: ![]() Mikro-Düngung ist eine Breitband-Anwendung, wichtig ist ein möglichst umfassendes Spektrum an Mineralien! Es kann nicht genügend betont werden, dass alle Lebewesen
der Spurenelemente bedürfen, also auch die Fische versorgt werden
müssen, wohingegen die obigen Makro-Dünger NPK die Basis des
Pflanzen-Wachstums bilden. Für den Menschen sind Art und Umfang recht
gut erforscht,
für die Fische im Aquarium hilft nur ein "Blindflug". ![]() Als Ergebnis erhält man dann diese beiden Mineral-Ergänzungen (nach ewg)
Eine Zusammenfassung zu einem Gesamt-Dünger (= Voll-Plus-Dünger) würde die Anpassungsmöglichkeiten erheblich einschränken - weniger zu empfehlen! ![]() Beachte: Aus den
Makro-Nährstoffen (N, P, K) plus C bilden die Pflanze ihre
Körpermasse, für die meisten Tiere sind sie eine Wasserverschmutzung.
Die Mikro-Nährstoffe ("Spuren-Elemente") aber sind essentiell für alle Lebewesen und müssen unabhängig von den Makro-Nährstoffen vorhanden sein. Alle Lebewesen bedürfen des Spurendüngers, Pflanzen bedürfen zudem des Volldüngers ("Pflanzenfutter") ![]() 1. Im Fisch-Aquarium sind die Makro-Nährstoffe durch das Futter, ob verdaut oder nicht, zumeist ausreichend vorhanden. 2. Ein NPK- oder Volldünger braucht deshalb nicht "blind" nach Vorgabe gegeben werden, sondern nach Bedarf. 3. Der sinnvolle Einsatz folgt der CO2-Konzentration, schnell errechnet aus pH und KH (s.o.). 4. Ein sinnvoller Anhaltspunkt ist die regelmäßig bekannte NO3-Konzentration. 5. Da die Spuren-Elemente nicht leicht zu ermitteln sind, müssen und können sie "blind", also periodisch oder kontinuierlich nach Volumen, eingesetzt werden. Eine Kombination mit bedarfsgerecht eingesetztem NPK-Dünger könnte zur Unterversorgung führen. Leitungswasser darf enthalten bis zu 50 [mg/l] NO3 und 0,5 [mg/l] NO2 ! ![]() Neumünster, 13.05.2026 *
Egbert W Gerlich *
ewg@ew-gerlich.de
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