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08.07.2007






 


vor 30 Jahren          -     Lichtjahre voraus!
heute immer noch         -                konkurrenzlos!

Der Tasar-Story zweiter Teil

The Terrific Tasar

I. Erste Eindrücke


Ich werde mein erstes Segeln mit Frank nicht vergessen. Während des ganzen Tages hatte der Wind mit 20-25 mph ge„pustet" und war dann auf ungefähr 15-17 mph zurückgegangen, als wir am Spätnachmittag lossegelten. Doch der See hatte sich nach dem Nachlassen des Windes noch nicht beruhigt, und die berühmten „Lake St. Louis-Brecher" rauschten noch heran.


Mein erster Eindruck war, als wir den Hafen verließen, der dieser unglaublichen Leichtigkeit, Ansprechbarkeit und enormen Beschleunigung - ein echtes Vollblut. Mein zweiter Eindruck war, als wir den Wellenbrecher passierten und an den Wind gingen, wie wenig die Wellen das Boot abbremsten, als es durch die steilen Wellenberge schnitt. Mein dritter Eindruck - leider! - war der von Wasser, überall Wasser! Einiges brach "grün" (in Wirklichkeit ist es braun im Lake St.Louis!) über den Bug, das meiste aber kam von meinem Rücken, der beim Ausreiten auf die Wellen schlug. Man sieht, all meine Eindrücke zu diesem Zeitpunkt waren die der Crew, am Steuer war ich noch nicht gewesen ... !

Hier und jetzt ergaben sich die ersten Ansätze für Änderungen. Das Boot würde mehr Freibord in der Mitte und am Bug haben müssen, um den Wellengang zu berücksichtigen, der offensichtlich untypisch war für Sydney Hafen und im besonderen für den oberen Mittel-Hafen, wo sich der Northbridge Shilling Club befindet.

Jetzt übernahm ich das Ruder für den ersten von zwei wahrhaft denkwürdigen Segeltörns. Diesmal war es zweifellos ein Lernprozess. Ich habe den größten Teil meines Lebens ein anderes Vollblut (Int 14) gesegelt, aber ich war nicht vorbereitet auf das, was nun geschah. Wir waren vielleicht fünf oder zehn Minuten hoch am Wind gesegelt, als Frank vorschlug, „ein wenig zu gleiten". Er langte ins Boot und zog das Schwert halb hoch, während ich begann abzufallen. Sofort sprang das Boot an und ging ins Gleiten über, aber dann brach das Verständnis zwischen uns vollständig zusammen. Obwohl wir im Gleiten waren, lagen wir nicht flach im Wasser, und ich wollte abfallen, um das Boot weiter aufzurichten. Frank aber zeigte auf die einfallenden Lee-Windfäden der Fock, wonach ich luven sollte! Meine anfängliche Reaktion war: „ Wenn du nur das blöde Ding nicht belegen, sondern fieren würdest, dann würden nicht nur beide Fäden strömen, sondern ich könnte abfallen und das Boot aufrichten!" Bei aller Diskretion denke ich, etwas gemurmelt zu haben, wonach ich nicht gewöhnt sei, dass meine Crew raumschots die Schot belege, worauf es Frank plötzlich dämmerte. Er sagte nichts, sondern wies aufwärts zum Mast-Verklicker. Wir glitten hart am Wind! Kein Wunder, dass die Fock belegt war.

Als Frank vorschlug zu gleiten, hätte ich nie geglaubt, wir sollten am Wind bleiben, zumal er das Schwert halb hochgezogen hatte (am Wind zu gleiten ist eine neue Erfahrung für die meisten,
aber sie ist wesentlich für das Segeln eines Tasar in einer Bö ...
).

Nach einigem Umdenken hatte ich das Boot hart am Wind, beide Fäden strömend, flach auf dem Wasser allein mit dem Traveller. Dann forderte Frank mich auf, einen Punkt am Ufer in 90° auszusuchen, und wir wendeten. Sicher, wir lagen in etwa an, manchmal höher in den Böen - geringfügig darunter in den Flauten. Soweit war ich nun zu guter Letzt: Ich brachte ein Boot mit 14'-Wasserlinie durch die Kreuz mit einem Wendewinkel von 90-95° und gut 9 knts.

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